www.Yamaha-Roller.de

Warum brauche ich eigentlich CE-Protektoren?

Abbildung: Revit Seesmart RV31 (mehr Infos hier)

 

Rollerfahren ist cool und es gibt keinen Grund, warum Du mit uncoolen Klamotten auf deinem Schmuckstück unterwegs sein solltest. Das Gute daran: Unter deiner schnellen Lederjacke oder deinem Rollermantel verbirgt sich die biedere, aber hoch wirksame Technik, die Du unbedingt brauchst – deine Schutzausrüstung.

 

Alles, was Du auf dem Roller an spezieller Kleidung trägst, wird zusammen mit Helm & co. unter dem Begriff PSA – Persönliche Schutzausrüstung – zusammengefasst. Was sich PSA nennen darf und was nicht, wird seit 2018 durch die PSA-Verordnung der EU und entsprechende Normen geregelt: Wir müssen uns hier nur merken, das die Normensammlung u.a. für Motorradkleidung unter dem Kürzel EN 17092 läuft und bei der Freigabe der Produkte, die Du zum Schutz trägst, eine CE-Zertifizierung erfolgt sein sollte.

 

CE steht für „Conformité Européenne”, französisch für Europäische Konformität. Bei einem Produkt, das ein CE-Label trägt, kann man also davon ausgehen, dass europaweit geltende Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltschutzgesetze eingehalten werden. Wenn Du auf dem Roller unterwegs bist, haben davon die Sicherheitsvorgaben erst einmal oberste Priorität.

 

Beispiel Protektoren: In deiner Jacke und deinem Mantel stecken im Idealfall herausnehmbare, genormte und ergonomisch geformte Schutzstücke aus speziellen Kunststoffmaterialien, die einwirkende Kräfte schlucken. Grundsätzlich gibt es zwei Schutzwirkungen: An Ellbogen und Schultern sind die Protektoren vergleichbar mit Knautschzonen – sie sind da eher weich, biegsam und flexibel, aber nichts desto trotz schützend. Am Rücken wirkt ein anderes Prinzip: Hier werden die Sturzkräfte eher breitflächig verteilt, um punktuelle Schläge zu vermeiden. Hier sind die Einsätze eher hart und unnachgiebig.

 

An Schulter und Ellbogen sollten diese Schutzstücke mindestens das CE-Level 1 oder 2 der DIN EN 1621-1 (Gelenkprotektoren), im Rückenbereich dagegen die Schutzstufe CE-Level 1 oder 2 der EN 1621-2 (Rückenprotektoren) erreichen. Warum? Rückenprotektoren sichern die Wirbelsäule und innere Organe wie die Nieren ab, da ist höchste Sicherheit geboten und die Anforderungen sind höher.

 

Die CE-Normen legen auch einheitliche Testverfahren fest, die Hersteller von Schutzausrüstung und Protektoren anwenden müssen, wenn sie ihre Produkte in Europa verkaufen wollen. Getestet wird durch Dutzende systematische Labor-Versuche bei besonderen Prüfanstalten: z.B wird ein 5 kg schweren Stempel aus 1 Meter Höhe auf einen Rückenprotektor fallen gelassen.

 

Die Klassifizierung dieses Protektors hängt jetzt davon ab, wieviel “Schlagkraft” (berechnet in Newtonmeter) durch den Protektor absorbiert bzw. wieviele Kraft der Stempel bzw. der Asphalt, wenn dein Ellbogen oder dein Nierenbereich beim Sturz dort aufkommt, durch den Protektor noch an Dich weitergegeben kann. Gute Protektoren mit Level 2-Zertifizierung sind in der Lage, mehr als die Hälfte der einwirkenden Kräfte von Rippen und der Wirbelsäule fernzuhalten.

 

Beim Kauf deiner Schutzkleidung solltest Du wissen, dass jedem Kleidungsstück, aber auch jedem einzelnen Protektor, Handschuhen oder Stiefeln eine CE-Zertifizierung mit sichtbarer Benennung der Klasse beiliegen sollte.

 

Unabhängig davon ist es wichtig, dass die Protektoren ihre Schutzwirkung auch optimal ausüben können – deshalb müssen sie, egal bei Jacke oder Hose, die passende Größe haben und richtig an Dir sitzen. Zu kleine Protektoren nutzen nichts, verrutschen oder quetschen an Knie oder Ellbogenh. Zu große Schutzeinsätze wackeln und hindern deine Bewegung. Auch deshalb empfehlen wir den Kauf von Rollerbekleidung bei einem Fachhändler vor Ort – es geht nichts über Anprobe und gute Beratung.

 

FAZIT:

 

Unter der schicken Rollerkleidung muss deine Lebensversicherung schlummern – deine Protektoren. Die müssen so passen, dass Du sie im Alltag vergisst – bis sie top funktionieren, wenn es mal hart auf hart kommt.

 

- Anzeige -

Mehr