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Die 10 cleversten Tipps für sorgenfreies Laternenparken

Nicht jeder hat eine Villa mit passender Doppelgarage. Deshalb bleibt vielen von uns nichts anderes übrig, als den geliebten Roller unter der Laterne zu parken. Dabei alles richtig zu machen ist kniffliger als man denkt. Hier eine Checkliste mit den wichtigsten Dingen, die ihr beim Laternenparken unbedingt beachten solltet!


Tipp 1: Wo der Roller gut steht

Gleich vorweg gesagt: Das Parken von motorisierten Zweirädern auf dem Fußweg ist in Deutschland nicht erlaubt, sondern von Städten und Gemeinden im besten (und bislang „normalen“) Fall nur geduldet. Und wenn man geduldet ist, sollte man besondere Rücksicht bei der Parkplatzauswahl an den Tag legen um diesen Vertrauens-Vorschuss nicht zu riskieren. Also los! Der ideale Stellplatz ist in den wenigstens Fällen direkt vor der Haustür zu finden, also geht ruhig ein paar Schritte in Eurer Nachbarschaft und sucht einen guten Platz. Der darf natürlich nicht den Gehweg (Kinderwagen, Rollstuhfahrer, Paketboten, etc.) einschränken. Einfahrten, insbesondere Feuerwehrzufahrten, sind natürlich auch tabu. Wenn der Roller länger geparkt wird, überprüft wöchentlich die Möglichkeit von neu eingerichteten temporären Parkverboten (Umzüge, Baustellen, etc.). Seid vorsichtig bei Fahrradstellplätzen, da ist man mit motorisierten Fahrzeugen nicht immer herzlich willkommen, oft wird auch mit alten Drahteseln unachtsam gekratzt und gerempelt. Achtet ebenso auf die Beleuchtung, denn die macht es für Diebe, Randalierer und Wildpinkler etwas riskanter, sich an eurem Roller zu vergehen.


Tipp 2: Shit happens!

 

Ob mit oder ohne Abdeckhaube: die lieben Piepmätze sind nicht unbedingt die besten Freunde Eures Rollers. Die Verdauung von Vögeln ist in Relation zu ihrer Körpergröße ein wirkliches Phänomen. Ebenfalls ihre Zielsicherheit beim Stuhlgang. Also achtet bei der Parkplatzwahl immer darauf, ob ihr unter einer Vogel-Toilette steht. Der Blick nach oben ist insbesondere unter Bäumen immer geboten!


Tipp 3: die richtige Abdeckhaube

 

Schützt Euren Roller vor ungewollten Blicken, langen Fingern und der schlechten Witterung! Ihr braucht also unbedingt eine Abdeckhaube, bei deren Anschaffung es einiges zu beachten gilt. Am wichtigsten: es gibt indoor- und outdoor-Abdeckhauben. Viele haben sich da beim schnellen Kauf schon bös vertan – denn mit einer Indoor-Haube steht der Roller letztendlich doch im Regen und wird nass. Ein weiterer wichtiger Faktor: es gibt atmungsaktive Hauben. Die sind meist etwas teurer, aber sie schützen Euren Roller deutlich besser und tragen somit zu seinem optischen Zustand und seinem nachhaltigem Werterhalt bei. Ihr kennt das ja von der Kleidung (z.B. SympaTex, Goretex, etc.): Ist der Stoff Atmungsaktiv, dann bleibt die Feuchtigkeit von draußen auch draußen und die von drinnen kann nach draußen entweichen. Die Folge ist ein angenehmes und nicht zu feuchtes Klima unter der Kleidung / Abdeckhaube, welches möglicher Korrosion effektiv entgegenwirkt.


Tipp 4: Abdeckhaube mit anschließen!

 

Wenn ihr eine schöne, kostspielige, atmungsaktive Abdeckhaube für Euren Roller gefunden und gekauft habt, möchtet ihr sie natürlich auch so lange wie möglich behalten, oder? Ihr glaubt nicht, wieviele Abdeckhauben (selbst Billi-Billig-Modelle!) schon gestohlen worden sind! Deshalb haben viele Abdeckhauben Öffnungen um sie mit anzuschließen – und genau das solltet ihr unbedingt machen, auch wenn es etwas nervig erscheint. Aber es hat auch neben dem Diebstahlschutz einen weiteren, wirklich tollen Vorteil: Mit dem Schloß könnt ihr vor dem Losfahren die Abdeckhaube z.B. an einem Gartenzaun oder Verkehrsschild festschließen, dann wird sie in Eurer Abwesenheit auch nicht entwendet – und ihr müsst sie nicht zurück in die Wohnung schleppen und Abends wieder rausholen. Die Investition in ein Schloß wie z.B. oben abgebildet lohnt sich auch über die Sicherung der Abdeckhaube hinaus. Ist Eurer Roller-Kofferraum zum Beispiel einmal mit Einkäufen oder Sportsachen belegt, dann könnt ihr einen oder zwei Helm beim Parken sicher an den Roller „ketten“ und müsst Euch keine Sorgen über einen möglichen Diebstahl machen.


Tipp 5: Das Nummernschild muß sichtbar sein!

 

Bei parkenden Motorrädern ist es gesetzliche Vorschrift, daß das Nummerschild auch dann erkennbar sein muß, wenn das Fahrzeug unter einer Abdeckhaube im öffentlichen Raum geparkt. Warum ist das so? Damit soll die Überprüfung des Fahrzeuges für die Polizei und die Ordnungsdienste sichergestellt werden. Denn die wollen nicht nur überprüfen, ob Euer Fahrzeug korrekt abgestellt wurde, sondern auch ob es z.B. abgemeldet oder mit einem gerade nicht gültigen Saisonkennzeichen versehen ist. Denn: Weder abgemeldete noch Saisonkennzeichen-Motorräder außerhalb ihrer Saison dürfen im öffentlich Raum abgestellt werden. Wer das macht, riskiert einen Strafzettel – und das gilt eben auch für alle, die kein Kennzeichen-Sichtfenster in ihrer Abdeckhaube haben! Also: bitte beim Kauf einer Abdeckhaube auf das Sichtfenster beachten. Ihr habt schon eine Abdeckhaube, die aber kein Sichtfenster hat? Da hilft meist nur der Griff zur Küchenschere… 😉


Tipp 6: Legt den Roller an die Kette!

Klar: Wer seinen Roller draußen parkt, riskiert viel schneller einen Diebstahl als z.B. in einer alarm- und videogesicherten Tiefgarage zu der nur Mieter Zutritt haben. Gerade unter der Laterne gilt: das Lenkradschloß ist nicht genug! Die meisten Zweiräder in Deutschland werden von starken Männern mit Kleintransportern geklaut. Vorfahren, Schiebetür auf, Roller rein und weg. Darum auch mit Kettenschloß immer den Roller an einem festen Gegenstand wie einem Verkehrsschild oder einem Parkbügel anschließen. Aber Achtung: Gartenzaun-Besitzer reagieren oft – und auch irgendwie verständlicherweise – nicht gerade gut darauf, daß man ihnen den Zaun zuparkt und ggf. auch noch die Farbe des Zaunes mit den Schlössern ankratzt. Natürlich können viele Schlösser von professionellen Dieben schnell aufgebrochen werden, aber dennoch verzögert ein Schloß den Dienstahl-Prozess und damit steigt die Chance, daß die Diebe entdeckt werden und es bei einem Diebstahlversuch bleibt.


Tipp 7: Zubehör & Kleinteile sichern!

Kleinteile werden auch gerne geklaut! Habt ihr zum Beispiel einen Smartphone-Halter oder eine Halterung für eine Action-Cam? Bringt all das in Sicherheit! Selbst das Parken unter einer Abdeckhaube verhindert nicht zuverlässig, daß solche kostspieligen Klein- und Anbauteile schnell einmal verschwinden. Unser Tipp: Sollte das Zubehör über Halterungs-Schrauben verfügen, die man ohne Werkzeug einfach per Hand aufschrauben kann, dann lohnt sich Weg in den Baumarkt um diese Schrauben durch z.B. Innenkantschrauben zu ersetzen! Das verhindert nicht grundsätzlich einen Diebstahl, macht ihn aber komplizierter und länger.


Tipp 8: Feuchtigkeit meiden!

 

Draußen ist es feucht. Auch im Sommer. Auch wenn es nicht regnet. Zum einen schreit das, siehe oben, nach einer atmungsaktiven Abdeckhaube, aber zum anderen gilt es auch noch ein paar andere Sachen zu beachten. Zum Beispiel Spark und Schimmel. Der Kofferraum von Rollern macht keinen Unterschied zum Auto-Kofferraum: Irgendwann ist die Feuchtigkeit drin. Also überlegt Euch gut, was ihr auf Dauer im Kofferraum übernachten lassen wollt. Nichts ist blöder als ein feuchter Helm, Handschuhe, Schal, etc.


Tipp 9: Hauptständer benutzen!

 

Die meisten Roller haben nicht nur einen Seitenständer, sondern auch einen Hauptständer. Im Alltag nutzen wir gerne den leichten und bequemen Seitenständer – und vermeiden das etwas schwerere Aufbocken des Rollers auf den Hauptständer. Aber wenn ihr aber den Roller länger abstellt, auch gerade unter einer Abdeckhaube, sichert das Fahrzeug so gut ihr könnt vor möglichen Umkippern – denn die enden meist ärgerlich teuer. Ein geparkter Roller mit Seitenständer kann deutlich schneller (auch unabsichtlich) umgekippt werden als einer auf dem Hauptständer. Das gilt sogar um so mehr, wenn der Roller-Kofferraum voll beladen ist (hoher Schwerpunkt). Also: Wer den Hauptstäner nutzt, geht auf jeden Fall auf Nummer sicher!


Tipp 10: Doch eine Garage?

So praktisch und günstig das Parken auf dem Gehweg ist. Der Roller ist Witterung, Randalierern und Dieben ausgesetzt. Grüne Mose von Bäumen und Vogelmist kommen dann noch – im wahrsten Sinne des Wortes – obendrauf. Denkt also vielleicht doch mal über einen eigenen Garagenstellplatz nach. Denn die muß gar nicht so teuer sein, wie der Mietpreis auf den ersten Blick glauben macht. In der Tiergarage des Autoren dieser Zeilen haben 6 Zweiradfahrer gemeinsam einen Autostellplatz gemietet. 50€ durch 6 macht 8,33€ pro Fahrzeug und Monat. Wer das für seinen Roller übrig hat, ist gut beraten eine „Parkplatz-WG“ mit Leuten aus der Nachbarschaft zu Gründen. Oft helfen Such-Zettel im Fahrstuhl oder an Bäumen in der Nachbarschaft, aber auch eine kostenlose Kleinanzeige bei gängigen Anzeigenbörsen kann schnell zur gewünschten Lösung führen. Und denkt daran: Wenn Euer Roller ein Saisonkennzeichen hat, dann muß er sowieso außerhalb seiner Anmeldezeit aus dem öffentlichen Raum verschwinden. Auch deshalb kann die günstige Garagen-WG die beste, sauberste und sicherste Lösung für Euch sein!


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